Burger im Test – БЮРО (Büro) St Petersburg

Tach,

nach der Ausstellungseröffnung von Aron Zinshtein sind wir etwas essen gegangen. Eigentlich möchte ich, seit ich hier bin, Hatchapuri bekommen. Im Grunde bin ich deswegen ja schon auf den Weihnachtsmarkt gegangen, auf den letzten Drücker. Letztes Jahr haben wir dort ganz gutes bekommen. Unausgesprochen hatten wir uns beide darauf gefreut. Aber, gab es nicht. Stattdessen olle Falafel, zumindest die zu viele Soße.
Lilija schlug das georgische Restaurant in unsere Straße vor. „Vielleicht haben die einen Tisch frei“. Tja, das hat mich leicht zerrissen. Da wollte ich doch schon letztes Jahr noch ein zweites Mal hin (Ihr lest, hier geht es nur Portiönschensweise zu.) Nun kenne ich meine Frau, haben die keinen Tisch frei, kommt: „Na jetzt sind wir schon zuhause, machen wir Stullen und gehen nächstes Mal (Jahr) was essen. Also habe ich gesagt, ach, eigentlich habe ich Lust auf einen Burger (den gibt es nicht in unmittelbarer Nähe der Wohnung, da ist die Chance auf ein Ausweichmanöver größer, mit dem ich nicht gleich wieder bei Stullen lande.

Also ab zu „БЮРО“ (Büro, die Läden haben hier ähnlich blöde Namen wie in Berlin, was hat Burger mit Büro zu tun, und Aussehen tat es gott-sei-dank auch nicht so). Katja hat Lilija da mal hingeschleppt, ich war zum ersten mal hier. Tatsächlich ein Tisch frei, direkt neben der Thür. Da zieht es schön rein und Lilija friert. Wir haben dann aber einen andern bekommen. Rein sind wir sowieso nur, weil ein vegetarischer Burger auf der Karte steht. Neben der Galerie in der wir waren, hieß der Burgerladen schon gleich „Fleisch“.

Ich habe mir also einen vegetarischen Burger bestellt. Als Starter einen Tofu-Auberginen-Tomaten Salat und gerillten Käse für uns dazu. Dazu Wasser, alkfreies Bier war alle.

Ging alles recht zügig, flinke Kellner, Überraschung für Petersburg. Die Starter waren lecker, kann ich nicht anders sagen, obwohl die dann schon mehr in die „moderne Küche“ Richtung gingen, statt Burgerbude. Angenehmerweise waren die Auberginen in der Minderheit.

Stilles Gebet: Hoffentlich heißt das Wasser nur so und hat sonst nichts mit den verpesteten See zu tun.

Dann kamen die Burger, auf großen Holztellern, aufgespießt wie es sich gehört. Lilija hatte einen Fleischdingsbums mit Käse. Zu meinem Burger hatte ich noch Süßkartoffel Chips mit Currydip. Die waren dünn, dünner als die Dinger, die auf deutsch Chips heißen. Noch dünner, und dann leider auch nicht cross, sondern etwas labbrig, ich war auf Pommes aus – ja mit Majo! So ist das: Fremdsprachen sind Glücksache, sagte meine Mutter immer. (It has been said that Great Britain and the United States are two nations divided by a common language. When it comes to potatoes, this is most evident in three words: chips, fries, and crisps. Basically, British crisps are US chips, while British chips are US fries/French fries. blog.oxforddictionaries.com)

Der Burger selbst bestand aus gegrilltem Gemüse. Das Brötchen hieß „classic“, es gibt sechs verschiedene und ich habe zielsicher das langweiligste ausgesucht, Lilija hatte eins aus Roggen. Nun, das Gemüse war nicht schlecht, aber alles in allem war es nicht das, was ich von einem Veggie Burger erwarte. Die Bedinunginnen hat dann höflich gefragt, wie es geschmeckt hat. Ich habe ehrlich meine Meinung gesagt und die Dame war mal nicht beleidigt, hörte sich alles brav an, und sagte dann, sie würden gerade probieren andere vegetarische Burger zu kreieren, aber das sei schwierig. Also habe ich erklärt wie ich mir einen Veggie-Pattie vorstelle. Erstaunlicherweise kannte sie und meine Dolmetscherin Lilija das Wort gar nicht. Wo wir wieder bei Dingsbums sind. Ich schlug vor, daß sie auch Käse-Veggie machen könnten. Antwort: Steht doch auf der Karte, meiner war „vegan“, deswegen kein Käse, danke Frau Dolmetscherin.
Also Wanderer, kommst Du nach Petersburg, hier kannst Du ruhig einen Burger verspeisen, ggfs. sogar mit einem IPA aus Berlin.

Hau rein, Hein.

Morjens

Die Karte gibt es auch in Englisch (Russen-English).

es gibt verschiedene Filialen, wir waren hier:

https://yandex.ru/maps/2/saint-petersburg/?ll=30.297742%2C59.958482&mode=search&oid=1320523260&ol=biz&z=16.6

 

Die Webseite ist nicht empfehlenswert, mann sieht ein ellenlanges Startvideo auf dem Party alá Friedrichshain gemacht wird, und nichts von den Burgern.

http://barbureau.ru/

 

Alle Photos Lilija & Thomas Birr-Tsurkan, P&C 2019 Birr’s World.


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