Odessa II – Das Tour de France Café

Tach,

Ein paar Bilder von meinem Lieblingscafé in Odessa, das Tour de France Café. Es ist auf dem Buchmarkt, von dem öfter schon die Rede war. Es gab auch schon Photos von dem Café zu sehen. In dem Blog, in Facebook und ein paar in Instagram, dort hat es auch einen Hashtag: #TourDeFranceCafe. Schon im Februar bin ich da kleben geblieben, die Bedienung ist nett. Der Kaffee schmeckt und 20 Griwna für einen Cappuccino geht auch, 80 Cent. Langsam lernt Ihr die Preise, bzw. umzurechnen.

Wenn ich, was tatsächlich passiert ist, und ich möchte das sich das alle aufschreiben, mal morgens auf dem Weg zur Schule zu früh dran war, hatte ich diesen Muntermacher.

Wenn ich, was tatsächlich passiert ist, und ich möchte, daß sich das alle aufschreiben, mal morgens auf dem Weg zur Schule zu früh dran war, hatte ich diesen Muntermacher.

Als ich mittags von der Schule kam war immer ganz schön was los. Aber auch sonst ist reger Verkehr. Ein Gespräch ist mit den Jungs nicht zu führen, immer kommt wer, halbe Sätze.

Warum bleibe ich da? Die Deko ist ok, alte Photokameras. Bilder von Rennradfahrern. Als Reklame fahren sie selbst zwei Motorroller durch die Gegend. Auch hübsch. Der Name ist ok, das Logo ist gut. Die Jungs sind ok. Keiner zickt, alle sind freundlich. Reicht.

Alles nichts Besonderes. Ich sitze gut, mit dem Rücken zur Wand, wie es sich für einen Cowboy gehört. Bei einem muß ich nichts mehr sagen, da kommt der Cappu automatisch. Der andere spart sich jetzt sein Englisch, und fragt mich jedesmal leicht anders auf Russisch, was ich trinken möchte und ich muß Russisch antworten.

Dreimal Selfie mit Kaffee.

Meine Lieblings Deko

Meine Lieblings Deko

Sonst kommen die immer gleichen Fragen, kann ich aus Deutschland ein Auto mitbringen, was kostet das dort etc. Einer der Geldwechsler, der in der Nähe steht, begrüßt mich immer auf Deutsch mit lautem Hallo, und wie geht es heute morgen? Sodaß sich zwanzig Mann umdrehen, wenn Thomas Birr auf der Bildfläche erscheint. Inzwischen bekomme ich auch keinen Pappbecher mehr sondern eine Tschaschka, mit einem Fahrrad drauf. Stammkneipe. Wenn ich dort nach dem Unterricht bin und das Wetter ok ist der Bär los. Mehr als an den anderen Buden. Die Musik ist auch ok. Kein Loungegelutsche und kein Techno Rumsti. Ray Charles lieben sie ein bißchen zu sehr. Hat sich aber wieder gelegt.

Die Karte ist überschaubar, mann weiß den nächsten Tag noch was man gestern hatte.

Die Karte ist überschaubar, mann weiß den nächsten Tag noch was man gestern hatte.

Wie oft bin ich dort? Im Grunde täglich. Manchmal auch zweimal, wenigstens fünfmal die Woche. Man braucht einen Punkt zum Festhalten, wo alles bleibt wie es ist.

Alles bleibt wie es ist? Nein, nicht alles, seit ich dort bin hat sich das Fernsehprogramm wessentlich verbessert!

Heute nun, am letzten Tag des Jahres in Odessa für mich, Sonnabend den 17. Oktober der Knaller. Ich werde von einem ukrainischen Ehepaar angesprochen ob ich wechsele. Thomas der Geldwechsler, so sehr bin ich also schon mit dem Buchmarkt verwachsen. Ein empörtes „Nashe gost“ (Unser Gast) kam hinter dem Tresen hervor. Und einer der Jungs erklärte dazu, das macht der Hut und ich würde eben aussehen wie der Chef. – Was heißt hier wie?

Morjens

Diese Auto kenne ich doch!


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