Mein St. Petersburg – Tchainaya Lozhka (Theelöffel)

Tach,

Heute quasi eine Novgorod Fortsetzung. Ich hatte, in dem Artikel über das kleine Café in Novgorod, den (oder muß es das heißen?) „Russian Fast Food“ erwähnt. Vorhin waren wir einkaufen, morgen kommt Besuch, der letzte für diesen Monat (?). Das Problem in St. Petersburg ist, es ist schön in der Innenstadt zu wohnen, aber hier gibt es keine großen Läden, weil es keinen Platz für ein Kaufland, Edeka-Center u.ä. gibt. Die Discounter, wie Dixie, sind meist in zwei/drei alten Läden nebeneinander mit Wanddurchbruch untergekommen. Das ist immer ein ziemliches Gekurve mit den Einkaufswagen um die Säulen rum, alles sehr verschachtelt. Sie können doch nicht in den alten Häusern die Wände einfach wegbrechen. Aber die Auswahl ist auch nicht so sonderlich groß. Also müssen wir zu einem der großen Läden fahren, die sind alle etwas außerhalb des eigentlichen Centrums. Heute zu „Okeh“, hier geht Lilija am liebsten hin. Aufgebaut wie ein Real oder Kaufland vor den Kassen des Hypermarkts sind eine Reihe kleinerer Läden und meist ein Café oder so etwas. In diesem gab es ein „Tchainaya Lozhka (Theelöffel)“. Eine der beiden Ketten in Piter, die ich nett finde. Und weil wir drüber gesprochen haben, konnte ich dort einen Stop machen.

Diese Filiale ist nun sehr groß, im Gegensatz zu den andren in der Innenstadt, die ich kenne. Tchainaya Lozhka’s Hausfarben sind Orange und Weiß. Orange Stühle, weiße Tische. Hier haben sie wohl die Reste von allem Möglichen hingestellt. Es gibt Alu Stühle, Polsterbänke, Orange Holzbank, hohe Stühle, kleine Stühle, und auch bei den Lampen gab es kein stilistisches Halten, insofern untypisch.

Sonst ist alles ähnlich, mann schnappt sich ein Tablett und geht zu den „Blinimachern“, denn Blinis werden immer frisch zubereitet, das also zuerst, denn es dauert ein bißchen. Die Auswahl ist groß, süße und herzhafte Blinis, mit Apfel oder Kirschen, ohne Alles, mit gezuckerter Büchsenmilch (sehr traditionell), mit Käse, mit Fisch, Fleisch, es ist endlos.

Dazu kann mann Salat bekommen, selbst welchen zusammenstellen und auch Suppen gibt es. Und Tchai, natürlich. Acht Sorten. Das macht mann hier selbst, in den anderen Läden war bisher mehr Bedienung und alles hinter dem Tresen, was dann zwangsläufig zu einer endlosen russischen Talkshow wird, bis mann mit der Bestellung durch ist. Mann bekommt ein Nummernschild und dackelt, nachdem mann sich alles was mann sonst noch möchte, frischen Saft oder Kuchen z.B., auf das Tablett gestellt hat, seinen Thee zubereitet hat, zur Kasse. Dank der Nummer weiß die dann alles, und wie bei MacDoof wird brav nochmal alles vorgelesen. In den alten Läden, die wir kennen, kommt dann nach einer Weile Jemand und bringt die Blinis. Hier muß mann die sich selbst holen, nicht gut gelöst, weder wird die Nummer laut ausgerufen, noch irgendwo angezeigt.

So, was gab es heute. Fettlebe!!! Ich hatte einen Blini mit normalem Käse und Tomaten, einen mit georgischem Käse und Kräutern (Dill!) und einen mit Äpfelchen und Zimt. Dazu eine Charlottka, ein traditioneller Kuchen mit Äpfelchen, die hat mir die Kassiererin und Lilija zusammen aufgeschwatzt – ich bin so schwach, ich konnte mich nicht wehren – Lilija hatte auch einen Blini mit georgischem Käse und auch einen mit Apfel. Dazu eine Kanne schwarzen Thee. Bei Thee bin ich sehr konservativ. Das ganze zusammen 825 Rubbel (13,75). Nicht wenig, die billigen Zeiten sind hier vorbei. Aber vor zwei Tagen waren wir in einem Café gegenüber dem Zoo, als wir von der Festung kamen. Kleiner Cappuccino, großer Cappuccino und eine Miniwindbeutel: 850 Rubbel.

Kann ich endlich essen?

Und wie hat es geschmeckt????

Nun, ganz gut. Der Käse-Tomaten Blini hatten einen neuen Käse, nicht mehr so etwas Gouda Ähnliches. Der georgische war anders, als ich es mir vorgestellt habe. Georgischer Käse – gut, der georgische Käse den ich kenne – ist leicht säuerlich, hat eine andere Konsistenz, als dieser hier, ich habe mehr an Chatschapuri gedacht. Die Charlottka war auch nett und der Thee gut. Und auch hier kann mann noch mal Wasser nachfüllen.

Die Apfel-Zimt Blini.

Es bleibt dabei, zu oft kann mann da nicht hingehen. Es kommt noch der Vergleich zu Teremok und zu den Pyschki-Läden. Die Kette mit Folien-Kartoffel und Ähnlichem, Hauptsache Kartoffel, gibt es wohl nicht mehr.

Mittagsangebot – Sonderangebot – sonderbare Beleuchtung.

Morjens

Lilija sucht sich einen Stuhl aus.

 

 



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