Berlin – Thomas hat Geburstag 2018

Tach,

so, jetzt ist der Geburtstag vorbei und ich habe gar nichts gemerkt. Nicht wirklich. Auf der Rückfahrt von St Petersburg habe ich im Auto die Klimaanlage zu kalt gestellt – wie ich jetzt gelernt habe, soll der Unterschied zu Außentemperatur nur vier/fünf Gard betragen, ich hatte zehn. Die Fenster zu, weil selbst auf der Autobahn keine erfrischende Luft durch die Fenster kam, sondern nur quälende Wärme. Und was predige ich Pico immer? Zieh ein Unterhemd an, und selbst, genau, an diesen beiden Tagen habe ich keins angezogen. Die Strafe folgt auf dem Fuß, eine heftige Erkältung. Dienstag ging es los, Mittwochnacht habe ich schon angefangen Tabletten zu nehmen und Donnerstag bin ich bei 40,5 Grad Fieber angekommen. Und bei unseren augenblicklichen Temperaturen gibt es keine Abkühlung, außer unter der Dusche. Donnerstag früh habe ich Lilija abgeholt, wir sind frühstücken gegangen, dann bei Streif vorbei gefahren (dort ist mein neuer Mixer angekommen. Ich habe den gleichen noch einmal gekauft, den ersten hatte bei Lilija in Piter gelassen, damit sie sich auch grüne Smoothies machen kann).  Bei Streif haben wir eine Weile rumgesessen, Thee getrunken und gequatscht. Danach nur das aller notwendigste eingekauft, Caffè!!! Ich war alle und wollte nur ins Bett. Die Nacht brachte keine Erlösung. Eher das Gegentheil. Ich hatte Mittwoch schon wieder einen Saftfastentag eingelegt und jetzt Freitag auch. Zehn Kilo sind weg, hehe! Lilija will, solange sie in Deutschland ist, die Saftfastentage mitmachen. Bei diesem Wetter, wunderbar, entspannt der Körper, bei meiner fiebrigen Erkältung sowieso, mann will ja meist eh nichts zu sich nehmen.

Sonnabend dann hat Lilija mir einen schönen Geburtstagstisch in der Küche vorbereitet. Während ich noch schlief, war sie Brötchen und Milch holen gegangen. Ein Brötchen habe ich geschafft, eine Schüssel Erdbeeren mit Milch, dann war Schluss, immer noch 38 Grad Watte im Kopf. Den Tag über dann nur zwei grüne Smoothies und abends noch auf einen Käsebrötchen lustlos rumgekaut. Das alkfreie Bier hat gar nicht geschmeckt. Der Caffè auch nicht. Also den ganzen Tag im Bett geblieben, solch ein schöner Tag draußen und ich liege im Bett. Was auch keine richtige Erlösung bringt. Aus dem Bein fließt ja dann, wenn ich im Bett liege auch den ganzen Tag Wasser zurück. Folge: ich muß ständig für „drei Tropfen“ aufs Klo. Immer kurz wegrutschen und schon meldet sich die Blase wieder. In normaler Zeiten ist das schon anstrengend, aber nun, wo ich nur Schlafen will, reibt es einen auf. Erst in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag wurde das besser. Da wurden die Abstände größer und die Menge relevant. Als ich vor zehn Jahren anfing Philip Roth zu lesen, und er lang und breit darüber schrieb, daß es keinen Spaß macht als Mann alt zu werden, dachte ich, naja mann kann es auch übertreiben, wird mir schon nicht passieren. Heute weiß ich nur zu gut was er meint.

Lilija hat mir Hustentabletten und anderes Zeug gekauft. Langsam hilft es. Sonnabend blieb ich auch den ganzen Tag im Bett. Jetzt ist Sonntag, immer noch strahlender Sonnenschein, morgens ging es mir wunderbar, überstanden, jubelte es in mir. Aber weit gefehlt, ein bißchen Bewegung und der Kopf trudelt, 37, 5 Grad, nicht die Welt, aber mir reicht es. Schnell diesen Text schreiben und es geht wieder ins Bett.

Grüne Smoothies werden mein Ding, schön, daß Lilia auch mit macht.

 

Allen die mir Geburtstagswünsche geschrieben haben, vielen Dank.

Hier sind ein paar Photos von meinem Tag.

Unter dem Arm ist auch nicht besser.

Morjens

Eine Nacht, fünfmal duschen, zehn Hemden.

Alle Photos von Lilia Birr-Tsurkan, p & c Birr’s World 2018

 


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