Birr testet – Viana: Seitan

Tach,

Weiter geht es. Heute gab es schon fast was Richtiges zu essen. „Leber Berliner Art“, mit Zwiebeln und Äpfeln.
Heute geht es auch wieder um Vleisch. Ich hatte mir vor 14 Tagen ein Stück Seitan gekauft. Das habe ich über die Jahre schon öfter probiert, aber bin nie Fan geworden. Aber die berühmte zweite und dritte Chance…. Fionn hat mir erzählt das er es selber macht, aber wie weit er damit gekommen ist weiß ich nicht. Also abgepackt, von Viana habe ich noch nicht alles durchprobiert, auf jeden Fall empfehlenswert sind aber die Real Jumbos und ein Hammer ist das Holzfäller Hacksteak. Ein Viertelpfunder. Heute dann Seitan. Beim ersten Mal habe ich es einfach gebraten und so gefuttert, mit einer Stulle dazu. Andres habe ich davon erzählt das es mich von der Konsistenz her an Leber erinnert, und habe bei der Gelegenheit ihm erzählt das meine Mutter im Berliner Art machte mit Äpfel und Zweibel. Ich habe das früher auch oft in Kantinen gegessen. Leber, und auch Nierchen gab es oft in Kantine im Rathaus Neukölln. Dann gab es in den Türckenläden Kuttelsuppe. Passt ja auch dazu, Hauptsache Innereien, immer rein mit der Restchemie vom Mästen.
Nicht destotrotz hat es ja geschmeckt.
Was ist denn Seitan? Wie so vieles was uns Glück beschert, kommt auch das aus Asien. Vermutlich gibt es Seitan schon seit tausenden von Jahren, als unsere Vorfahren noch direkt ins gerade erlegte Wild gebissen haben, roh natürlich, möglichst mit Fell. Ach, das die Andern immer so viel schlauer sind als wir deutschen Dumpfbacken, wenigstens haben wir Kohl.
Essen und Trinken schreibt auf ihrer Webseite:
„Seitan lässt sich gut selbst herstellen, entweder durch Auswaschen des Klebereiweißes aus gewöhnlichem Weizenmehl oder durch die Verwendung von reinem Gluten, daß man direkt bei Mühlen oder in manchen Reformhäusern beziehen kann. Die Variante mit reinem Gluten ist dabei wesentlich einfacher: 300g Gluten, 250ml kalte Gemüsebrühe, 50ml Sojasauce und Gewürze nach Wahl (z.B. fein gehackter Knoblauch, Ingwer, Chili, Zitronenschale, Tomatenmark, Hefeflocken…) zu einem gummiartigen Teig formen. Den Laib in 3-4 kleinere Stücke schneiden, in kalte Gemüsebrühe legen, aufkochen lassen und anschließend bei geringer Hitze 50-60 Minuten ziehen lassen. Da der Seitan beim Kochen aufgeht, muss der Topf ausreichend groß sein.“ (Ich erlaube mir zu bemerken das diese Art der Herstellung nicht wenig Energie verbraucht).

Also habe ich mir heute mit dem Stück Seitan nach „Leber Berliner Art“ zubereitet, mit Kartoffelpüree. Eigentlich fast auch schon von seiner Einfachheit her ein Junggesellenessen. Erst habe ich für das Fertigpüree das Wasser aufgesetzt. Auf dem Bild seht ihr die Sojamilch Packung. Ich dachte es muß mit Milch zubereitet werden, und wollte mutig es mit Sojamilch probieren. Nein, nur Wasser, in der Maggie-Version ist Milch (und Plamfett) schon drin. Aber dann habe ich meine Rice Cousin entdeckt und die mit dazu genommen. Anschließend den Apfel und die Zwiebel geschält und in Ringe geschnitten. Bißchen blöd war das ich kein Apfelmesser hatte, so war das Entfernen des Kerns ein wenig Gefummel. Anschließend habe ich mein Vleisch in die Pfanne gelegt und los gebraten, das geht schnell. Viel Wasser kam raus und ich hatte die Pfanne voll mit Flüssigkeit. Von beiden Seiten angebraten und je zweimal umgedreht, dann die Zwiebel und Äpfel dazu. Dafür war die gewählte Pfanne schon etwas zu klein. Püree fertig umgerührt und Muskatnuss dazu. – Mann kann ja auch Meerrettich nehmen, aber ehrlich, ich finde Muskatnuss so verdammt lecker, daß ich es bisher, nach 40 Jahren kochen, einfach nicht über das Herz gebracht habe satt Muskatnuss Meerrechtich zu nehmen. Die Muskatnuss Macke habe ich eindeutig von meiner Mutter. Ich habe mir auch extra eine Muskatnussmühle gekauft aus der ordentlich was raus kommt. – Dann alles auf dem Teller angerichtet und los geht es. Dazu gab es Jever Fun, alkoholfreies Bier, herb, mit 0% Zucker.
Und wie schmeckt es nun? Mir schmeckt es gut, es ist, wie gestern bei den Soja-Rindersteaks, sehr bissfest. Sieht auch ein bißchen wie Leber aus, und schmeckt auch leicht danach. Von der Leber habe ich in Erinnerung, daß sie innen immer ein wenig trocken war. Das ist hier nicht so. Empfehlenswert, ohne Abstriche. Es wird von nun an bei mir regelmäßig auf den Teller kommen.
Vianna Prodrukte sind gut in den Körnerfresserläden vertreten, in den neuen Bio-Supermarktketten und ich glaube teilweise auch im Reformhaus.
Online direkt bei der Firma, dort gibt es Mengenrabatt, und Probierpakete: http://www.vianastore.de/viana_classics, bei andern Veggieonlinehändlern oder plump bei Amzon. 200g kosten zwischen drei bis vier Euro.
Ich war echt platt, als ich gesehen habe was die alles für Produkte haben. Anstrengend ist nur, daß es keine Läden gibt die all diese Produkte anbieten. Rumrennen und suchen oder online bestellen.

Zutaen für Seitan laut der webseite von Viana:
Weizeneiweiß*, Vollkornweizenmehl*, Shoyu (Wasser, Weizen, Sojabohnen, Meersalz), Gewürze*, Meersalz
* = kontrolliert biologischer Anbau / DE-ÖKO-001

Nährwerte pro 100 g
Brennwert: 615 kJ / 148 kcal, Eiweiß 28,0 g, Kohlenhydrate 2,0 g, Fett 1,0 g

Morjens

 

 


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