Mein St. Petersburg – Kreuzberg Döneria

Tach,

Heute kommt ein überraschendes Fastfood Erlebnis aus St. Petersburg, ein Kebab Laden. Und? gibt es in Berlin an jeder Ecke mindestens einen, wenn das reicht. Sie sind doch eher Qual geworden im Straßenbild und in der Nase. Was also soll daran interessant sein?

Lilija hat mir irgendetwas von Kreuzberg erzählt, und es gebe auch einen vegetarischen Burger. Und auf dem Weg von der Festung zum Auto, sagte sie, das ist der Laden, den ich meinte. Ich wußte schon längst nicht mehr, was sie meinte, nur irgendetwas mit Kreuzberg. Heute hatten wir sowieso vor als Tester durch die Stadt zu fahren und auch bei Denkmälern zu posen. Also, als letztes zur „Kreuzberg Döneria“, so heißt der Laden. Was in Berlin dann gequält konstruiert klingt, ist hier vorn. Kreuzberg ist hip.

Beim ersten Mal hat sie gefragt warum der Laden Kreuzberg heißt. Die Antwort: Das ist ein Bezirk in Berlin. Na, wer hätte das gedacht. Heute sind wir auch nicht weiter, tiefer in dieses Geheimnis eingedrungen, wir haben schlicht vergessen noch mal zu fragen. – Mann kann es sich ja denken, ein Petersburger war mal in Berlin….

Und Döneria, Burger? Meinte ich doch, Döner nicht Burger, sagt Lilija. Ich soll das probieren, ist doch vegetarisch.

Also was gibt es? Vier Standard Döner und Salat. Zwei verschiedene Brotsorten. Getränke: keinen Kwas, kein alkoholfreies Bier. Aber Club Mate, wir sind ja im Ghetto in Kreuzberg. Aber ist doch fein, jetzt habe ich also schon einen Laden in Odessa und einen in St. Petersburg wo ich, wenn es drängt, Club Mate bekomme.

Die Döner sind mit Huhn oder Rind, mit Feta oder Falafel. Oder mann mischt, was ich gemacht habe, Feta mit Falafel. Im Brot oder auf dem Teller. Drei Soßen, Classic, Knoblauch oder Joghurt. Zu meinem gab es Joghurt. Lilija hatte nur Falafel, aber mit Knoblauchsoße. Und während ich normales, aber sehr leckeres Fladenbrot hatte, hatte Lilija Lawasch. Lawasch oder Lavasch ist sehr dünnes Brot, das ursprünglich aus der Ecke Armenien, Türkei, Iran stammt. Es ist dünn, am besten ist es vergleichbar mit dem Brot, das für Wraps genommen wird. Es gibt es in St Petersburg eigentlich überall zu kaufen, trocknet nur sehr schnell, weil es so dünn ist, manche sagen es ist dann knusprig, zu denen gehöre ich nicht. Ich mag es nur, wenn es richtig frisch ist.

Und nun die Frage aller Fragen, wenn wir uns schon für euch den Bauch vollschlagen, wie schmeckt es denn??

Ja schmeckt gut. Ich hatte gut gemeint viel Soße, und habe mich natürlich, wie soll es bei Thomas anders sein, bekleckert. Passiert, sagt die Lehrerin. Aber alles passte, der Salat, die Soße, und völlig erstaunlich die Falafel auch. Da war ich vorher mega skeptisch, und fürchtete so ein flaches Tiefkühlding zu bekommen wie bei Berliner Türkenbuden, aber nein, wirklich, kommen an unsern Topmann in Berlin in der Rankestraße nicht ran, aber wer schafft das schon. Nein wirklich, großes Lob, sehr gut, da sie nicht eineiig waren, denke ich selbstgemacht, so wie es sein müß. Die beiden Falafel haben 420 Rubel gekostet, etwa 7 Euro. Petersburg ist mehr billig.

Die Ladeneinrichtung ist eher schlicht, Bänke, sitzen, aufessen, aufstehen und raus. W-Lan natürlich. Und die Russen müssen immer irgendetwas Altes an die Wand hängen. Wenn sie es hübsch finden, sollen sie. Klo gibt es auch, ob der kleckernden Soße wichtig, ich konnte mir die Hände waschen.

Und da ist noch einmal der Eiffelturm, nein was rede ich denn, natürlich der berühmte Fernsehturm von Alex an der Wand.

Nun für den echten Berliner ist es etwas quälend. Oder East meets West. Kam ein Russe früher nach Berlin, als der Zaun noch rum war, gings zum Alexander Platz, Schon immer Alex, und nicht weiter. Heute reicht‘s bis nach Kreuzberg. Der Laden heißt Kreuzberg Döneria, das Logo ist der Fernsehturm. Würden die doofen Touris in Berlin bestimmt schick finden.

Lilija und ich können Kreuzberg Döneria empfehlen. Sie ist auf dem Kronverkskiy Prospekt 53, nächste U-Bahn ist Gor’kovskaya (Горьковская) der Linie 2, das ist auch unsere Station, wir kommen aber von der anderen Seite.

Aber es gibt auch einen dicken Punkteabzug. die Teller auf denen serviert wird, sind Oneway, aus Plastik. Sehr türkisch, fehlt nur noch die Alufolie, aber völlig unnötig. Schlichte, weiße Porcellanteller tun es, und auf Dauer ist es auch billiger für den Laden, obendrein, der Teller wird einem mit 40 Rubel berechnet.

Morjens



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2 Antworten zu “Mein St. Petersburg – Kreuzberg Döneria”

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