Birr kocht – Nudeln mit Staudensellerie

Tach

Vierter Tag in Russland.

Auf der Datscha wurde am Sonntag gegrillt, Lilija hat mir zum Geburtstag eine Quiche gemacht, eine große, mit Feta und Brokkoli, die ist nun auch alle. Zeit, um mal wieder zu kochen. Schon in Berlin hatte ich die ganze Zeit Lust auf Nuddeln mit Stangensellerie, oder sagt mann Staudensellerie, oder gar beides? Ihr wißt schon, so grüne Stangen, die mann auch herrlich dippen kann, wie Mohrrübenstreifen.

Das Rezept dazu habe ich von meiner Uralt-Freundin Christiane. Und entsprechend lange ist es her, daß ich es bei ihr das erste Mal gegessen habe. Heute ist es eins meiner Leibgerichte, die Kinder haben es auch bekommen und sich nicht beschwert. Mir schmeckt es gut und ich liebe es auch, weil es so herrlich einfach ist und schnell geht. Wenn mann alles dahat (Ich weiß nicht warum, aber „Word“ möchte gern da und hat in einem Wort schreiben – sieht putzig aus). Eigentlich ist es mit Spaghetti, aber die waren von dieser Triest Reise und ich hatte bei Aufräumen in Berlin noch verschiedene Nudelsorten von der Fahrt davor gefunden, also erst die alten, dann die Neuen. – Ich zumindest räume in der Küche auch so weg, daß die neuen Sachen hinten stehen oder unten liegen, die ältesten Sachen vorn oder oben sind. Logisch, die Kluge Hausfrau. Was auch sonst.

Also, Sellerie waschen und putzen. – Warum schreiben eigentlich die Rezeptheinis das immer? Waschen und Putzen denn die Menschen ihr Gemüse nicht, wenn es nicht im Rezept steht? Oder gibt es Zeilenhonorar für Köche?? – Anschließend alles klein schnipseln, es gibt auch Menschen, die putzen den Sellerie erst, indem sie die „Fäden“ rauspusseln, aber das ist mir zu viel Gefummle. Dadurch daß sie klein geschnippelt werden, merkt mann die Fäden sowieso nicht mehr. Dann kommen Zwiebel und Knoblauch dazu, das schon mal zusammen in den Topf mit dem Öl. Jetzt Tomaten klein schneiden und auch würfeln und auch in den Topf. Dann kommt Brühe, Pfeffer dazu. Ich liebe ja Kurkuma über alles, und Muskatnuss. Davon kann es gar nicht zu viel geben. Aber heute habe ich auf Kurkuma verzichtet, nur ganz wenig Muskatnuss. Basilikum hatten wir von der Datscha mitgebracht, kann auch mit rein. Umrühren, warten. Fragt mich nicht nach Mengen, ich möchte keinen Streit auslösen, Alá „Du hast 13,7 g Peffer rangemacht, im Rezept steht 17,3…“

Diesmal hatten wir beide Hunger, die Packung Nudeln ist alle, 500g. Staudensellerie gibt es immer so abgepackt, wie es immer abgepackt ist, das hatten wir, zwei mittlere Zwiebeln, und Tomaten 6/7 Stück, so daß mann sie sieht, aber sie sollen das Essen nicht dominieren. Ich salze grundsätzlich nicht, taucht also nicht auf. Lilija hat heute nicht nachgesalzen, macht sie sonst immer. Kiro schimpft immer, nicht an alle Nudelgerichte gehört Käse. Boah, an diese auch nicht, Kiro? Da es ein, auch ein Kinderessen ist, kommt bei mir Käse ran bis der Arzt kommt. Das Gemüse muß mit einer weißen Schicht bedeckt sein. Extra mitgebracht, 48 Monate alter Parmesan, nicht dieses Zeugs von Aldi, Lidl. So, das war es. Jetzt heißt es „Guten Appetit“.

Die Nudeln hatten wir noch nicht, von De Cecco: Fusilli Lunghi Bucati No 5. Auf einer Webseite steht: Fusilli stammen ursprünglich aus der Region Campanien. Sie sind spiralförmig, haben einen Durchmesser von ca. 3,3 mm und sind zwischen 1,06 und 1,16 mm dick. In der Vergangenheit wurden diese Fusilli von Hand hergestellt, und zwar nach einer Methode, die von Mutter auf Tochter übertragen wurde. Dabei wurden die Spaghetti mit einer sehr schnellen und erfahrenen Bewegung um eine Stricknadel gewickelt; die Geschicklichkeit dieser Frauen erinnerte sehr stark an jene der Spinnerinnen, daher auch der Name „Fusillo“, von „Fuso“ (Spindel), ein Spinngerät eben. https://www.gourmondo.de/pasta-reis-brot-mehl-huelsenfruechte/de-cecco/fusilli-lunghi-bucati-no-5-2000026469 Der Preis auf der Seite ist unverschämt. Aber wir haben in Triest ja auch nur 75 Cent bezahlt. Sie ließen sich gut kochen und waren angenehm bißfest. Ich hatte erst Bedenken, daß mann sie nicht um die Gabel gewickelt bekommt. Ging aber gut bzw. sind sie einfach zerbrochen und waren dadurch kürzer.

Ein ganz kleiner Rest ist geblieben, den brate ich mir jetzt mit Ei, während Lilija den Text korrigiert.

Dem Koch schmeckt es.

Morjens

Liebevoll, von der Schwiegermutter, für den sich ewig bekleckernden Jungen, gestickte Serviette. Geburtstagsgeschenk!
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