Burger im Test – Bobsek Burger

Tach,

mit meinen Burger Test geht es etwas schleppend, aktuelle sind hier gerade vier, fünf in Erwartung der Geburt, zwei sind noch von vor der Triest Fahrt, und einer von heute, und zwei sind ganz alt. Der aus der Moabiter Markthalle ist inzwischen sogar überholt, dort gibt es einen neuen Wirt. Motto: nichts ist so alt wie der Burger Test vom vergangen Jahr. Proportional zu den an allen Ecken in den letzten Jahren entstanden Burger Buden steht das natürlich in keinem Verhältnis. Was bedeutet das?? Fressen bis ich platze und schreiben bis die Finger wund sind?
Nein das mache ich natürlich nicht, so aufregend sind die meisten nicht, dann würde ich öfter hingehen, und ihr hättet längst darüber gelesen. Allein ist auch so langweilig, eigentlich will ich immer einen Fleischfresser dabei haben um ein runderes Urteil abgeben zu können.
Es gibt noch ein anders aber, ein großes ABER. Von vornherein fliegen die Läden aus dem Test raus, die einen tiefgekühlten Burger, vorgefertigten Burger anbieten. Diese Burger können zwar schmecken, aber 90% sind zusammen gequetschte Gemüsepampe mit Panade herum. Ein Biss und alle bröselt hoffnungslos auseinander, undefinierte Geschmack ist garantiert. Ich denke wer sich nicht um seine Vegetarischen/Veganen Kunden kümmern will, der brauch uns auch nicht. Respekt auf der einen Seite zum Kunden und sich Mühe geben und von der Konkurrenz mit eigenem Produkt absetzen kann ich erwarten. Endsprechend schreibe ich erst gar nicht über den Burgerladen in der Kirchstraße, Mixtape, und über den in der Gotzkowskystraße auch nicht, dort war nicht nur der Burger Pampe, sondern die Fritten auch. Nachdem ich nun Ex Schul-Kumpel Rainer B. widergetroffen habe, fiel mir eine Geschichte wieder ein, über die wir uns jahrelang beeimert haben. Bz gelesen, dabei gewesen. Die Curry Baude vor AEG Huttenstraße wurde einmal verklagt, weil ein Mann dort eine Boulette gegessen hatte und dann meinte eine Fleischvergiftung bekommen zu haben. Der Besitzer hat vor Gericht nachgewiesen, daß in seinen Bouletten kein Fleisch drin ist, folglich keine Vergiftung stattgefunden haben könnte. Damals Lacher, wäre eine normale Baude mit Veggie Boulette heute vorn.
Ich verspreche hoch und heilig, daß der neue Laden in der Markthalle getestet wird und der Wilhelms Burger in der Wilhelmshavener Straße ein zweites Mal. Dort war ich mit Pico und Raoul vor über einem Jahr und habe nicht geschrieben. Shame on me. Unfreundlich gegenüber dem Laden. Ohh, ohh, da fällt mir ein mit Fionn vor zweieinhalb Jahren in der Motzstraße, als Päarchen belächelt, bei Zsa Zsa Burger. Und etwas später bei Nun Bao mit Raoul in der Kollwitzstraße, im Ghetto. Längst vergessen, was wir gegessen haben und wie es schmeckte. Ich werde es wiederholen und schreiben. Isch schwöre.

Und wo war ich nun heute???
Auf dem Rückweg vom Rechtsanwalt zur U-Bahn bin ich an einem mir unbekannten Burger Laden vorbeigekommen Bobsek Burger. Berliner Ecke Fechner Straße. Und rein. Reingegangen bin ich nur wegen des großen Schild, selbst gemachter Veggie-Burger. Ja, ich bin empfänglich für Werbung. Zum Öffnen der Tür braucht mann Kraft. Burger mit Pommes bestellt, 10 €. Billig ist ein Burger nur noch in Ketten wie MacDonalds. Schnellimbiss – was für ein wunderschönes Wort aus meiner Jungendzeit, verdrängt schon bevor es „fast food“ hieß – ist es meist auch nicht mehr. Also bezahlt, draußen hingesetzt und gewartet, immerhin mann bekommt es gebracht und muß nicht angestrengt darauf warten aufgerufen zu werden. Getränk hatte ich nicht, in meiner Tasche steckte eine Seltersflasche und mir anderseits Malzbier als alkoholfreies Bier zu verkaufen, dazu bin ich nicht doof genug. Warum Burger Pattie heißen muß hat sich mir auch noch nicht erschloßen.

Dann kam er auf einem Tablett mit Papierunterlage wie bei den bekannten Ketten. Bin ich zickig, wenn ich sage bei 7,50 für den Burger und 2,50 für Pommes könnte es auch ein Teller sein? Servietten, Majo und Ketschup steht zu freien Verfügung auf den Tischen. Majo war ok.

Der Burger sah lecker aus, zum Reinbeißen, wie es sein soll. Der Veggie-Burger kommt im Vollkornbrötchen, leider brach alles schon bei ersten Reinbeißen auseinander, das Brötchen und auch der Burger. Das ist eine der Schwachstellen bei Veggie-Burgern und macht das Essen ohne Messer und Gabel dann mitunter etwas unangenehm. Lecker fand ich das drüber und drunter im Brötchen, durchaus apart, auch die Idee mit Avocado passte gut. Vom Burger selbst ist leider nichts Nachhaltiges bei meinen Gaumen angekommen, hängen geblieben, eher geschmacksneutral. Die Pommes waren null-acht-fünfzehn, sie bieten auch Süßkartoffelpommes an, aber da hatte ich keine Lust drauf. Auf der Karte habe ich auch einen Halloumi Burger gesehen. Aber Halloumi ist auch so ein geschmackneutrales Zeug.
Auf dem Rückweg nach Hause habe ich mir einen Laden in Moabit angesehen, in der Waldstraße. Bisher hat er mich der ob seiner Türken-Döner-Shop-Optik abgeschreckt. (Früher war hier mal ein Mexikaner, warum halten die sich eigentlich nie?) Und siehe da, Gemüse Burger, Tofu Burger und mehr steht auf der Karte. Wer hätte das gedacht. Waldstraße ist eine Querstraße weiter von schönsten Straße Deutschlands weg. Das wird der nächste Burger Test.

Morjens

Bobsek Burger – Berliner Straße 30/31 – 10715 Berlin – +493094056168 – http://www.bobsekburger-berlin.de

 

Alle Photos Thomas Birr,  ℗ & © 2017 Birr’s World.


2 Antworten zu “Burger im Test – Bobsek Burger”

  1. In der Tat, es gibt KEINE anständige Burgerbrötchen in Deutschland. Fleisch oder Veggie egal, die Brötchen sind indiskutabel.
    Das es anders geht, weiss ich aus Erfahrung in andern Länder, z.B. Uruguay, da gibt es „Monster“ Sandwichs gennant Chivitos.
    Die dazu gehörige Brötchen (mega Brötchen in diesen Fall) müßen einiges aushalt, und die meisten schaffen es problemlos !

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